Der IPZV trauert um Jón „Nonni" Steinbjörnsson
Der Islandpferde-Reiter- und Züchterverband nimmt Abschied von Jón Steinbjörnsson, den alle nur Nonni nannten. Er ist vergangene Woche im Alter von 73 Jahren nach langer Krankheit gestorben.
Nonni wuchs in einer bekannten isländischen Züchterfamilie im Skagafjörður auf und kam 1984 nach Deutschland. Was als Aufenthalt auf Zeit gedacht war, wurde ein Lebenswerk. Mit seinem Gestüt Faxaból – zunächst in Niedersachsen, ab den 2000er-Jahren im brandenburgischen Havelland – hat er über Jahrzehnte Pferde gezogen und ausgebildet, die bis heute in Sport und Freizeit unterwegs sind. Als Reiter stand er vor allem für den Fünfgang und den Rennpass; 1997 startete er bei der Weltmeisterschaft.
Prägend war er weit über den eigenen Hof hinaus. Kurz nach der Wende gehörte er zu denen, die das Islandpferd im Osten Deutschlands bekannt machten – dass die Szene rund um Berlin und Brandenburg heute so lebendig ist, geht wesentlich auf diese Aufbauarbeit zurück. Vielen jungen Reiterinnen und Reitern war er über die Jahre Lehrmeister und Mentor.
Seine Erkrankung hat ihn lange begleitet, ohne ihn vom Reiten und vom Leben fernzuhalten. Bis zuletzt war er auf Turnieren und unter Freunden präsent, mit seiner Leidenschaft für die Pferde und für die Musik.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahestanden.
Die Gedenkfeier findet im Rahmen des Passchampionats am 26.09.2026 von 12:00 bis 13:00 Uhr in der Reithalle in Zachow statt.
Góða ferð, Nonni.