Nach dem stimmungsvollen Länderabend am Donnerstag stand der Freitag ganz im Zeichen der Vielseitigkeit des Islandpferdesports. Während auf der Ovalbahn die letzten Vorentscheidungen ausgetragen wurden, standen mit Dressur, Trail und den Entscheidungen im Passrennen gleich mehrere Disziplinen auf dem Programm, die eindrucksvoll zeigten, wie breit das Können von Pferden und Reitern auf der DJIM gefordert wird.
Auf der Passbahn fielen nach den dritten und vierten Läufen die ersten Entscheidungen. Besonders beeindruckend war dabei die Zeit von Tabitha Hoffeld und Sigurrós frá Flagbjarnarholti, die das 150-Meter-Passrennen der Jugend in schnellen 13,84 Sekunden für sich entschieden. Auch bei den Junioren wurde um jede Hundertstelsekunde gekämpft. Hier setzte sich Zoe Braunert mit Gamma von Hesta-Kykki über 150 Meter durch, während Lilli Schneider mit Sproti vom Mönchhof die Konkurrenz über 250 Meter anführte. Bei den Jugendlichen war Elfa Ósk Eggertsson mit Ópal fra Teland über die längere Distanz nicht zu schlagen.
Auf der Ovalbahn wurden die letzten Tickets für die Finalrunden vergeben. In der T4 der Jugend führte Hanna Krummel mit Stapi frá Kirkjubæ das Feld an, dicht gefolgt von Annabelle de Rijcke und Lilja Warschawski. Auch in der T2 der Jugend blieb es bis zum Schluss spannend: Mit nur drei Hundertsteln Vorsprung sicherte sich Lovis Ylva Venebrügge mit Rökkvi vom Honigberg den ersten Platz vor Leni-Merie Schindler mit Reynir vom Kronshof. Dahinter lauerte bereits Óskar Erik Kristjánsson, der später im Töltpreis der Jugend selbst ein Ausrufezeichen setzte und als einziger Starter die 7,0-Punkte-Marke erreichte.
Eng ging es auch im Fünfgang der Junioren zu. Lia Maevis und Óskasteinn vom Lipperthof behaupteten sich an der Spitze, während sich dahinter mehrere Reiterinnen und Reiter in Schlagdistanz hielten. In der V2 der Junioren überzeugte Hermine Storck mit Hafdís von Gut Hasselbusch, die mit 6,63 Punkten die Tageshöchstnote in dieser Prüfung erreichte.
Dass die DJIM weit mehr ist als Ovalbahn und Passbahn, zeigte sich in den Vielseitigkeitsprüfungen. Im Trail waren Ruhe, Geschicklichkeit und Vertrauen gefragt. Besonders starke Ritte zeigten Ida Millian mit Glódís vom Panoramahof 2, die die Jugendprüfung mit einer 8,0 gewann, sowie Annika Oetting mit Sólargeisli vom Streekermoor, die bei den Junioren sogar eine 8,3 erreichte. Bei den Kindern durfte sich Lenn Rüffert mit Elja frá Litla-Hálsi über den Sieg freuen.
Auch die Dressurprüfungen haben schöne Bilder gezeigt. In der mittelschweren Dressur der Jugend setzte sich Joy Lilias Stephan mit Sprækur von Faxaból an die Spitze, während bei den Junioren Luna Wöckel mit Tindra frá Syðra-Skörðugili die schwere Dressurprüfung gewann.
Neben dem Sport war auf dem gesamten Gelände die DJIM-Rallye des IPZV ein beliebter Treffpunkt. Mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten sich den verschiedenen Aufgaben und hatten die Chance auf attraktive Preise. Wer die Rallye verpasst hat, bekommt am Samstag noch einmal die Gelegenheit mitzumachen – inklusive der Chance auf die Verlosung eines RoFlexs-Zaunsystems.
Die ersten Finalentscheidungen gab es ebenfalls bereits am Freitagabend in den V2-C-Finals. Dort sicherten sich Carla Westerwalbesloh mit Dökkvi fra Tøpholm bei den Jugendlichen und Chiara Erbe mit Kveldúlfur frá Miðhjáleigu bei den Junioren die Siege und damit den Einzug in die jeweiligen B-Finals.
Mit den ersten Finals ist die spannende Phase der diesjährigen DJIM nun endgültig eingeläutet. Am Samstag geht es in die ersten A-Finals – und die Vorfreude auf die Entscheidungen ist auf dem gesamten Eichenhof spürbar.