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Der Wanderreitcup 2020 – Herzlichen Glückwunsch an die Sieger und Platzierten!

20.01.21
von IPZV e.V.
Die beiden Siegerinnen des WRC 2020: Zoe Christin Willing auf Júni vom Kronshof (li.) und Simonre Freese mit Tryggvi (re.)

Im sogenannten „Corona-Jahr 2020“ gab es erstmals die Möglichkeit die eigenen WRC-Reitzeiten und optional KM und Strecke in mein.ipzv.de einzutragen. Diese Zeiten wurden mit einer Formel in die WRC-Wertung aufgenommen. Zusätzlich wurden die in Zeiten umgerechneten klassischen WRC-Meldungen zentral durch die Bundesgeschäftsstelle in diesem Online-Verfahren erfasst.

Es galten folgende Regeln:

  1. Jeder Reiter hat die Ritte, die er gemacht hat, in einem Punktesystem zu melden.
  2. Die Punkte gelten wie folgt:
    1. Ausritt länger als zwei Stunden Reitzeit 1 Punkt
    2. Ausritt länger als 4 Stunden Reitzeit 2 Punkte
    3. Ausritt länger als 6 Stunden Reitzeit 3 Punkte
  3. Die Reitzeit ist die Rittdauer ohne Pause.
  4. Pro Kalenderwoche ab KW22 wurden maximal 2 Ritte pro Woche gewertet.

Zahlen kurz zusammengefasst:

Teilnehmer:  131 
Davon junge Teilnehmer bis 21 Jahre: 15
Rittrückmeldungen: 656
Reitzeit: 75 Tage insgesamt
Zurückgelegte Strecke: 11560 km

Sieger bei den Erwachsenen wurde Simone Freese mit ihrem Wallach Tryggvi vom IPZV Süd mit 43 Punkten vor Verena Berkenheier mit ihrer Stute Brana von kleinen Moor von den IPR Kreis Heinsberg mit 35 Punkten.

Platz drei erreichte Helmut Hönig mit seinem Wallach Sigauni von Aegidienberg ebenfalls von den IPR Kreis Heinsberg mit 30 Punkten.

Auf Platz 4 landete Anke Jansen mit Aron vom Streugrund von den IPR Rheinisch-Bergisches Land gefolgt von Platz 5 für Johanna Ludwig mit ihrer Stute Gosa von der Igelsburg vom RC Moosbronn e.V.

Bei den jungen Reitern werden 2020 die ersten drei Plätze geehrt. Die Siegerin bei den jungen Reitern kommt in diesem Jahr aus Niedersachsen. Es handelt sich um Zoe Christin Willing mit ihrem Wallach Júni vom Kronshof von den IPR Isernhagen und Umgebung. Zoe erreichte 30 Punkte, wäre also bei den Erwachsenen auf dem dritten Platz.

Auf Platz 2 kam Lucy Hoos mit ihrem Wallach Palli vom Eifeltal von den IPR Kreis Heinsberg mit 10 Punkten.  

Auf Platz 3 kam Laura Heger mit ihrem Wallach Gustur vom IPZV Nordbayern mit 6 Punkten.

Wir gratulieren den Siegern und Platzierten und bedanken uns bei allen Teilnehmern dieses anderen WRCs. Als Zeichen der Anerkennung für die Teilnahme haben wir allen einen Kalender des Kunstwettbewerbs zugesandt. Eine Vorstellung der Gewinner erfolgt im nächsten Islandpferd.

Hier geht's zur WRC 2020 Ergebnisliste aller Teilnehmer. Außerdem können aktuell bereits Ritte für das Jahr 2021 erfasst werden. In welcher Form 2021 die WRC-Wertung 2021 stattfindet, entscheidet der Fachausschuss Breitensport in seiner Sitzung noch im Januar.

Foto: Privat

Der IPZV führte ein Interview mit beiden Siegern, um mehr über die Gewinner-Dous zu erfahren.

 

Siegerin der Erwachsenen: Simone Freese

 

Wie bist Du zum Reiten, insbesondere Wanderreiten gekommen?

Mein reiterlicher Werdegang startete als 6-Jährige beim Voltigieren. Mit 15 Jahren habe ich die damals siebenjährige Stute Sandy kennengelernt. Zunächst als Pflegepferd und später konnte ich sie übernehmen. Neben ausgedehnten Tagesritten hier bei uns im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald haben wir auch mit viel Spaß an Geschicklichkeitsturnieren teilgenommen - und manchmal sogar gut abgeschnitten. Im Dezember 2014 ist Sandy leider im 30. Lebensjahr verstorben. Zum Wanderreiten bin ich erst im vergangenen Jahr gekommen, da keine Pferderallyes stattfanden und ich nach einer Alternative gesucht habe, um intensiv und sinnvoll Zeit mit meinem Pferd zu verbringen.

Bitte erzähle uns etwas von dir und Deinem Pferd...

Islandpferde haben mich schon immer fasziniert und so habe ich nach meiner Großpferdezeit doch lange nach dem für mich passenden Isi gesucht.

Fast zufällig habe ich im Frühjahr 2019 Tryggvi von Walsheim (geb. 2013) gefunden. Unser junger, frecher Wallach durfte dann im ersten Jahr seine Grundausbildung ausbauen und inzwischen ist er – nicht nur konditionell - auf einem tollen Stand. Er spiegelt viele positiven Eigenschaften des Islandpferdes wider: mutig und zuverlässig, arbeitswillig und gehfreudig, neugierig und interessiert. Er bietet eigenständig Problemlösungen an und ich finde, Tryggvi ist einfach „groß-artig“!

Wie hat Dir das neue Online-Nennsystem WRC gefallen und wie bist du darauf aufmerksam geworden? Was macht Dir besonders Spaß beim Wanderreiten?

Über die Internetseiten und das DIP habe ich im Frühjahr 2020 erfahren, dass in den Corona-Zeiten jeder selbst seine Reitzeiten und Strecken mit einer Tracking-App dokumentieren und in dem sehr anwenderfreundlichen Online-Portal WRC hochladen kann. So habe ich versucht, regelmäßig zwei Ritte pro Woche zu erreichen und die Punkte sowie die Kilometer zu sammeln. Über die Hälfte der Ritte wurden wir von meinen Töchtern und ihren „Pflege-Fjordis“ begleitet. Die restlichen Ritte haben wir mit befreundeten Reiterinnen, unserem Kutschenteam aus unserem Heimatstall oder mit meinem Mann (samt Mountainbike) gemeistert. Bei diesen Ritten haben wir so Einiges erlebt: von einem nicht enden wollenden Sommerregenschauer, dem Heimweg in Dunkelheit mit Leuchtausrüstung in Begleitung anderer Waldbewohner bis hin zu Bauarbeitern, die ihre Baustelle nur für uns passierbar machten. Wir konnten unsere Heimat noch besser kennenlernen und haben so manchen vergessenen Weg wiederentdeckt. Durch den Online-Wanderreitcup konnte ich teilnehmen, ohne mit geliehenem Zugfahrzeug und Pferdeanhänger durch die Gegend reisen zu müssen. Einen herzlichen Dank möchte ich an dieser Stelle allen sagen, die mich im letzten Jahr und in der Vergangenheit unterstützt und begleitet haben!

Welches sind deine besonderen Ziele?

Zuerst einmal gesund bleiben; dann werden Tryggvi und ich sicher unseren Aktionsradius weiter vergrößern. Eine spannende Herausforderung wäre ein mehrtägiger Ritt, zum Beispiel an den Bodensee. Vielleicht ergibt es sich auch, dass hier im Welzheimer Wald ein Wanderritt stattfindet, bei dem andere Reiter die schöne Umgebung zwischen Rems, Murr und Limes erleben und genießen können. Da wäre ich dann gerne mit von der Partie.

Foto: Privat

Siegerin der jungen Reiter: 

Zoe Christin Willing

 

Wie bist Du zum Reiten, insbesondere Wanderreiten gekommen?

Als ich 5 war hat mir mein Onkel eine Reitstunde geschenkt. Seitdem sitze ich im Sattel. Letztes Jahr hat mich eine gute Freundin, die mit ihrem Isi im gleichen Stall wie Júni steht, auf den WRC gebracht. Mit den Beiden sind wir im Sommer häufig ausgeritten, aber im Lockdown geht das leider nicht.

Bitte erzähle uns etwas von dir und Deinem Pferd...

Ich bin Zoe und kenne Júni seit dem Probereiten auf dem Kronshof. Als ich ihn gesehen habe, habe ich ihn sofort in mein Herz geschlossen. Júni ist ein richtiges Geländepferd. Er ist 9 Jahre alt und ich bin 12. Júni gehört mir seit September 2019 und es ist jedes mal etwas Neues mit ihm Ausreiten zu gehen. Wir reiten auch gerne Trail Aufgaben. Auf dem Platz oder der Bahn hat er weniger Lust am Laufen, deswegen gehen wir häufig ins Gelände. Er liebt es, mit seinem Freund um die Stoppelfelder zu fetzen oder auf Galoppstrecken abzugehen. Ob bei Schnee, Regen oder Sonne, Ausritte gehen immer. Wir haben viele Ausreitstrecken und freuen uns, neue kennenzulernen und auszuprobieren. Auch beim Warmreiten auf Turnieren gehen wir manchmal ins Gelände um neue Strecken zu reiten.

Was macht Dir besonders Spaß beim Wanderreiten?

Es macht mir Spaß, weil ich viel in der Natur bin und mit Júni viele neue Sachen entdecken kann.

Wie hat Dir das neue Online-Nennsystem WRC gefallen und wie bist du darauf aufmerksam geworden?

Ich finde das System richtig gut da man immer einen Überblick hat. Das System habe ich auch durch unsere gute Freundin kennengelernt. Ein Verbesserungsvorschlag von mir ist, das man vielleicht sieht auf welchem Platz man sich gerade befindet.

Welches sind deine besonderen Ziele?

Dieses Jahr wieder zu gewinnen.

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