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Lockerer Kiefer, lockeres Pferd

04.02.21
von DIP-Redaktion

In Ergänzung zum Beitrag „Lockerer Kiefer, lockeres Pferd“ von Pferde-Physiotherapeut Chris Debski hier weitere Anregungen, sich mit dem Thema zu befassen. Der Betreiber der Plattform „Pferde gesund bewegen“ beschreibt in einem Video, welche Bedeutung der lockere Kiefer und das Zungenbein auf die Losgelassenheit des Pferdes haben und warum zu eng verschnallte Nasenriemen Probleme bereiten können.

Der Einfluss des Kiefergelenks wird von vielen Ausbildern und Reitern immer noch unterschätzt. Der viel zu fest verschnallte Nasenriemen drückt oftmals auf kleine Öffnungen am Pferdeschädel, durch die Blutgefäße und Nerven austreten. Druck an diesen Stellen ist für die Pferde nicht nur unangenehm, sondern kann ihnen üble Kopfschmerzen verursachen.

Auch in den Online-Kursen der Reitakademie der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg wird auf diese Problematik eingegangen:

Zusammenhang Zungenbein – Lende: Der Körper funktioniert als Ganzes. Beeinflussen wir einen Teil, wird es immer im Ganzen sichtbar. Auf diesem Video zeigt ein kleine Schimmel, wie er selbstständig bei der Behandlung der Lendenwirbelsäule Kiefer und Zungenbein löst.

Exkursion Pferdeanatomie

Zungenbeinblockierung – Auswirkungen vom Maul bis zur Schweifrübe

Die Zunge des Pferdes liegt auf dem Grund des Unterkiefers zwischen den beiden Unterkieferästen. Sie ist ein großer, sehr beweglicher Muskelkörper. Ihre Aufgabe ist das Ergreifen der Nahrung und sie kontrolliert diese taktil. Pferde können mit ihrer sensiblen Zunge kleinste harte Teile aussortieren. Sie prüft den Geschmack und die Temperatur der Nahrung und ist am Kau- und Schluckvorgang beteiligt. Vier Muskeln in der Zunge bewegen den Muskelkörper und werden sensibel und motorisch von sechs verschiedenen Nerven versorgt. Die Zunge selbst ist mit dem Zungenbein, dem Os hyoideum oder Apparatus hyoideus, verbunden, das sich in ein Zungenbein im engeren Sinn und in einen Aufhängeapparat gliedert. Das Zungenbein wird von acht kurzen und fünf langen Zungenmuskeln in seiner schwimmenden Position im Unterkiefer und seinen Anheftungen am Schläfenbein gehalten und bewegt. Welche Faktoren können das Zungenbein negativ beeinflussen und wie kann sich dies äußern? Das Gebiss wirkt auf die Zunge und die Stärke der Wirkung hängt von der Art des Gebisses ab. Je „schärfer“ das Mundstück, umso mehr Druck wird auf den sensiblen Muskelkörper ausgeübt.

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