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Auto trifft Pferd: Film informiert Autofahrer

04.10.20
von DIP-Redaktion

Wer im dicht besiedelten Deutschland ausreitet, muss sich mit seinem Pferd teilweise auch im Straßenverkehr bewegen. Immer weniger Autofahrer wissen aber, wie sie sich gegenüber Pferden und Reitern richtig verhalten. Das möchte die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) ändern und setzt dazu auf einen Lehr- und Informationsfilm, der motorisierte Verkehrsteilnehmer aufklärt und um Rücksichtname bittet. Alle Pferdesportler sind aufgerufen, den Film mit zu verbreiten und so ihr eigenes Umfeld zu sensibilisieren.

Sicherheit, Unfallverhütung und Tierwohl: In den vergangenen Jahren hat die FN diverse Maßnahmen ergriffen, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Um den Verkehrsraum für Mensch und Pferd sicherer zu machen, hat die FN einen sechsminütigen Lehr- und Informationsfilm produziert, der sich an motorisierte Verkehrsteilnehmer wendet. In kurzen Sequenzen unterschiedlicher Verkehrssituationen erfahren Autofahrer, LKW-Fahrer und Co., wie sie sich verhalten sollten, wenn sie Menschen mit Pferden begegnen. „Der Film zeigt typische Verkehrssituationen: Wie fährt man an Pferde heran oder wie überholt man Reiter. Dabei vermitteln wir auch Verständnis für die Natur des Pferdes und mögliche Reaktionen. Und wir werben für Rücksicht gegenüber dem schwächeren Verkehrsteilnehmer Mensch und Pferd“, erklärt Thomas Ungruhe, Leiter FN-Abteilung Vereine, Umwelt, Breitensport, Betriebe.

Damit der Film wirkt, braucht er nun eine große Verbreitung. „Wir haben den Film natürlich KFZ-Fahrschulen zur Verfügung gestellt. Wir brauchen aber auch die Unterstützung aller Pferdesportler, die in ihrem Umfeld aktiv werden, damit der Film eine große Verbreitung findet“, sagt Thomas Ungruhe. Dazu hat die FN ein Servicepaket bestehend aus Informationstext, Fotos und Link zum Film erstellt. „Unser Wunsch ist es, dass Mitglieder und Angehörige von Reitvereinen und Betrieben beispielsweise auf Kfz-Fahrlehrer in ihrer Region zugehen und diese darum bitten, den Film in ihrer Fahrschule zu zeigen“, sagt Ungruhe. Gleiches gelte für Medien. „Sprechen Sie die Tageszeitung in Ihrer Region an und bitten Sie sie um Unterstützung“, so der Appell von Thomas Ungruhe. „Es sollte im Interesse eines jeden Pferdesportlers sein, dass auch Verkehrsteilnehmer ohne Bezug zum Pferd wissen, wie man sich verhält, wenn man ihnen im Straßenverkehr begegnet.“ Gerne können Pferdesportler, Vereine und Betriebe den Film aus dem FN-Youtube-Kanal auch bei sich in den sozialen Medien wie Facebook teilen oder auf ihren Homepages einbinden. Die FN selbst wendet sich mit dem Servicepaket zum Film ebenfalls an Medien- und Interessensvertreter.

Das Servicepaket zum Film steht unter www.pferd-aktuell.de/autotrifftpferd zum Download bereit.

Inhalte des Films
Im Film gezeigt werden vier typische Verkehrssituationen, in denen Reiter, Pferde und Auto aufeinandertreffen. Die erste Verkehrssituation zeigt, wie man an Reiter heranfährt, sich diesen also nähert. Viele Autofahrer unterschätzen, dass Menschen zu Pferd im Straßenverkehr in der Regel in Schrittgeschwindigkeit unterwegs sind. Das ist das Tempo von Fußgängern, wie auch Verkehrssituation zwei zeigt: ein Mensch führt ein Pferd an der Straße. Verkehrssituation drei beleuchtet den Überholvorgang und klärt darüber auf, wie man sich beim Überholen von Reitern und Pferden ideal verhält und welche Abstände eingehalten werden müssen. Die vierte Verkehrssituation zeigt Reiter beim Abbiegen und erklärt, an welchen Zeichen man als Autofahrer erkennt, dass die Reiter vor einem abbiegen möchten. In Verkehrssituation fünf zeigt, dass Reiter eine Straße überqueren wollen und wie man als Autofahrer auf sie Rücksicht nimmt und so gefährliche Situationen vermeidet. Rücksicht ist auch in Situation sechs gefragt, wenn einem Reiter im Gegenverkehr begegnen. Da der Ton die Musik macht, mahnt der Sprecher im Film keinesfalls mit erhobenem Zeigefinger. Vielmehr appelliert er an ein verständnisvolles Miteinander von Autofahrern und Reitern. Schließlich haben sie eins gemeinsam: Beide möchten gesund wieder zuhause ankommen und niemand ein ausgewachsenes Pferd auf der Motorhaube sitzen haben.

Quelle: fn-press

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