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WM 2019 News
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News zur Islandpferde-WM 2019

Nachrichten von und zur Islandpferde-WM 2019 im Pferdesportpark Karlshorst (Berlin, 4.-11.8.2019)

Der richtige Moment bricht den Rekord

Weltmeister 2017 im Passrennen P1, Markus Albrecht-Schoch, über den Pass.

Autor: Viktoriia Vinokurova

Um der beste Passer zu sein, muss dein Rücken immer fit sein, deine Haltung genau richtig. Du musst Kontrolle über deine Beine haben. Haben Sie gerade an den Reiter gedacht? Nein, gemeint ist das Pferd!

Markus Albrecht-Schoch war 2017 Weltmeister im Passrennen. Er weiß: ein guter Reiter zu sein bedeutet, „ein brillantes Pferd zu haben und in der Lage zu sein, es zu verstehen.“ Für Markus geht es beim Passreiten mehr ums Pferd als den Reiter. Die Erfahrung lehrte ihn, was Pferd und Reiter für den Sieg brauchen: Teamwork und Vertrauen! Und wie bei jedem erfolgreichen Team ist es hilfreich, wenn die Chemie stimmt. „Daher musst du dein Pferd mit Respekt behandeln“, sagt Schoch.

Geduld ist der Schlüssel zum Erfolg im Passreiten und noch mehr im Passrennen. Unsere vierfüßigen Partner können schwierig und zugleich zuverlässig sein. „Wenn du dich auf dein Pferd verlassen kannst, wenn du es am meisten brauchst – das ist der Moment, an dem sich Geduld und Einsatz auszahlen“, sagt Schoch. Er und sein Pferd Kóngur frá Lækjamóti haben eine ganz besondere Verbindung. Markus wartet lieber auf den richtigen Moment, denn „der richtige Moment bricht den Rekord“, - weiß er.

„Lerne zuzuhören und zu reagieren“, empfiehlt er den Passreitern. Am Ende des Tages „geht es nicht nur um einen brillanten Reiter, sondern auch umein brillantes Pferd. Es gibt Pferde, die ihren Reiter berühmt machen können“. Der Champion verbringt viel Zeit mit Pferden. Er glaubt, wer die Natur der Islandpferde kennenlernt, wird auch verstehen, zu was sie fähig sind. Das Passrennen fasziniert ihn, weil es der einzige Wettbewerb ist, der sich objektiv bewerten lässt.

Eine Inspiration für die Jugend

Die junge Reiterin will Slowenien in den Fokus rücken.

Autor: Viktoriia Vinokurova

„Ich will reiten, ich will reiten!“ – so die Worte der jungen Nina Vršec, als es vor zwölf Jahren um die Planung des Familienwochenendes ging. Jetzt ist die 23-jährige Reiterin hier, bei der WM2019. Ihr Ziel? „Dieser Wettkampf ist ein Weg herauszufinden, was du erreicht hast und wie du besser werden kannst“, sagt Nina.

Ist es ein großer Druck, derjenige zu sein, der ein ganzes Land vertritt?

In Slowenien haben wir keine Infrastruktur und Trainer, die über ausreichende Kenntnisse rund um das Islandpferd verfügen und wissen, was diese Rasse kann. Es ist erstaunlich, hier zu sein, denn ich erhalte mehr Unterstützung als in meinem eigenen Land, was lustig und irgendwie auch traurig ist.

Wenn du die Ressourcen hättest, was würdest du planen, das Islandpferd bekannter in Slowenien zu machen?

Ich würde einen riesigen Platz kaufen und Trainer mitbringen, die in der Lage sind, junge Reiter über Islandpferde aufzuklären. Ich habe die Website isislovenia.com eingerichtet. Es ist ein pädagogischer Blog, sowie ein Instrument, um denen zu helfen, die antreten wollen, aber verschiedene Schwierigkeiten haben, wie etwa ein Pferd zu bekommen, Registrierung, etc.

Hast du dein eigenes Pferd mitgebracht?

Nein, ich habe mir eins ausgeliehen und bin sie letzten Dienstag zum ersten Mal geritten. Sie ist ein Schatz: so reaktionsschnell und so ruhig. Manchmal springen Pferde herum, aber sie steht einfach da, als wollte sie fragen: „Kann ich ein Leckerli haben?“ (lacht)

Du sagst, es gäbe in Slowenien einen Mangel an Trainern. Wie hast du dieses Hindernis überwunden?

Ich war viel in Österreich und habe dort trainiert. Und als ich irgendwann wegen der Schule nicht mehr so oft reisen konnte, fing ich an, alleine zu reiten und mir wurde klar: wenn man etwas lernen will, muss man unbedingt allein reiten. Du musst lernen, dir selbst zu vertrauen.

Aber woher weiß man, was man falsch macht?

Ich habe an rund 40 Wettkämpfen teilgenommen, rein aus Trainingsgründen. Nach dem Wettkampf schaute ich mir an, was die Richter notiert hatten, um herauszufinden, woran ich arbeiten muss.

Wie schätzt du das Teilnehmerfeld hier ein?

Ich habe hier meine Vorbilder getroffen. Aber ich habe das Gefühl, dass jetzt jeder erwartet, dass sie gewinnen. Vielleicht würde ein kleines Land wie Slowenien, Italien oder Australien die Dinge ein wenig aufrütteln, wenn es gewinnt. Wunder können passieren, weißt du.

Vorschau: Feier-Abend

Trinken ist schlecht für deine Gesundheit, also komm lieber morgen zur WM2019! Esgibt viel zu feiern: B-Finale von der Töltprüfung T2 bis 9:45 Uhr, gefolgt von der T1 bis 15:30 Uhr. Schließlich, wird unser geliebtes Passrennen 250m den sportlichen Teil des Tages abschließen. Aber: Die Krönung wird der musikalische Auftritt des isländischen Superstars Helgi Björnsmit seiner Band sein.

Island mitten in Berlin

Mitten in Berlin und doch sieht man Island! Wohin man sich dreht: freilaufende Pferden und atemberaubende Natur. Wie das geht? Mit den Virtual Reality Brillen am Stand von „Horses of Iceland“. Stattet den Austellern am Stand 15D einen Besuch ab und macht Blitzurlaub auf der wilden Insel!

Nur für Kinder

Auf eigene Faust in den Kid‘s Corner.

Autor: Nadine Engel

Kinder, ihr wollt nicht die ganze Zeit auf der Tribüne sitzen oder mit euren Eltern über den Marktplatz laufen? Ihr wollt einfach mal euer eigenes Ding machen? Gar kein Problem. Im Kid‘s Corner am Vikyngur-Dorf nahe des Eingangs sind kleine und große Kinder herzlich willkommen. Egal ob ihr Pferdenarren seid oder nicht, im Kid‘s Corner hat jeder Spaß. Winkinger-Bart gefällig? Die Schminke steht bereits parat. Fangen spielen oder einfach nur ausruhen – im Außenbereich findet jeder seine Lieblingsbeschäftigung. Du möchtest dich lieber kreativ austoben? Die Bastel-Ecke wartet nur auf dich. Kommt gern vorbei – mit oder ohne Eltern (ab 3 Jahren). Ein Platz für Reitbegeisterte, neue Freunde, Gleichaltrige und heranwachsende Wikinger. Im Kid‘s Corner werdet ihr gut betreut.

Klingt gut? Dann kommt vorbei! Der Kid‘s Corner ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

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