Herzlich Willkommen beim IPZV e.V.
Thema Wolf

Thema Wolf

Foto: Wiebke Wendorff

Die Rückkehr und Ausbreitung des Wolfs stellt Weidetierhalter vor eine schwierige Aufgabe.

Herdenschutz ist heute zu einem wichtigen Thema geworden, vor allem für die Halter der Robustpferderassen.

Ab sofort werden wir hier Neuigkeiten rund ums Thema Wolf veröffentlichen.

IPZV e.V.

 

17.02.2020 | Infoabend mit Viktoria Große zum Thema Wolf

04.02.2020 | Marion Schoening (LV Berlin-Brandenburg)

Wer wissen will, warum ‚pferdegerecht und wolfssicher‘ bis heute nicht in Einklang gebracht werden konnten, was es für einen Widerspruch bei der Einzäunung gibt und verstehen möchte, warum das Pferd nach wie vor laut NABU eine ‚Sonderstellung‘ hat, ist hiermit eingeladen zum Infoabend zu kommen!

Der NABU berichtet 2016 selber von einem Wolfsübergriff auf seine Konikherde (Wildpferdeherde), bei dem insgesamt 3 Fohlen tot, 2 verletzt und 2 verschollen sind. In keiner Rissstatistik sind die Fohlen zu finden. Warum nicht und was es sonst noch für bemerkenswerte Fakten gibt, werdet ihr erfahren.

Ich sage euch: es lohnt sich, in dieses Thema einmal tiefer reinzublicken. Man kommt zu erstaunlichen Erkenntnissen und sieht so einige Dinge aus ganz anderen Blickwinkeln.

Ich würde mich freuen, wenn eine rege Diskussion entsteht, Erfahrungen, eventuelle Bedenken und Fragen ausgetauscht werden. Jeder, der dazu bereit ist, ist herzlich willkommen!

Wann? 17.02.2020 19 Uhr
Wo? Frühsammers Restaurant
Was? Unkostenbeitrag von 5€

Anmeldung per Mail an: tierschutz@islandpferde-brandenburg.de

Herdenschutz in Niedersachsen - NDR1 Audiothek

NDR Foto: Silke Rudolph

10.01.2020

Gestern Abend berichtete der NDR1 eine Stunde lang über die aktuelle Situation und den Herdenschutz in Niedersachsen:

Total dafür oder total dagegen, eine goldene Mitte scheint es beim Thema Wolf in Niedersachsen nicht zu geben. Erst vor wenigen Wochen protestierten wieder Weidetierhalter in Hannover und forderten, den Wolf bejagen zu dürfen. Und auch in der letzten Landtagssitzung des vergangenen Jahres entbrannten hitzige Debatten zum Thema Wolf. Dabei ist für Experten die Sachlage klar. "Nur ein gut ausgeführter Herdenschutz bringt Ruhe in die Diskussion. Stabile Zäune mit ausreichend Strom und Herdenschutzhunde reichen um den Wolf erfolgreich abzuwehren. (Quelle: NDR1, Unser Thema, Herdenschutz in Niedersachsen)

Die komplette Diskussion vom 09. Januar 2020, 19:00 bis 20:00 Uhr ist in der Audiothek von NDR1 nachzuhören.

 

Gefahr Wolf: Positionen des IPZV

13.02.2019

Meldungen über Wolfsrisse geben auch Islandpferdehaltern in letzter Zeit zunehmend Grund zur Sorge. Befürchtungen, dass Pferde in Panik vor dem Wolf durch Weidezäune brechen, auf Straßen laufen und für Mensch und Tier tödliche Unfälle verursachen könnten, kommen hinzu. Der IPZV unterstützt zum Thema Wolf die Aktivitäten der FN, deren Anschlussverband er ist, und des Aktionsbündnisses Pro Pferd (APP), dessen Mitglied der IPZV ist.

Derzeit ist es noch so, dass der Wolf entsprechend des EU-Rechts in die höchste Kategorie aller schützenswerten Tier- und Pflanzenarten eingestuft ist. Dies ist die Gruppe IV und in dieser gilt absoluter Schutz vor menschlichen Eingriffen. Etwas weniger streng ist die Gruppe V, die es unter bestimmten Voraussetzungen gestattet, "Tiere oder Pflanzen zu entnehmen", wie es heißt. Der Wolf hat vor allem durch diese aktuelle Artenschutzklassifikation und das derzeit geltende generelle Jagdverbot keine natürlichen Feinde. Er verliert demnach zunehmend seine Scheu und dringt immer wieder - auch potentiell menschengefährdend - in bewohnte Gebiete ein. Zusammen mit der FN wollen wir erreichen, dass der Wolf in Gruppe V eingeordnet wird, aber das ist ein langwieriger Prozess auf EU-Ebene. Wir begrüßen deshalb jüngste Vorstöße, eine punktuelle Bejagung des Wolfes bei Bedarf zuzulassen.

Wolfsabweisende Zäune sind keine Lösung! Selbst bei ihrer Zulässigkeit ist der Bau von wilddichten Zäunen auf großen Flächen im Sinne des Naturschutzes und für das wandernde große und kleine Wild abzulehnen. Schon jetzt erfordert es große Fachkenntnis, einen hütesicheren Zaun so zu bauen, dass er gesetzeskonform ist und möglichst vielen Wildtieren den Weg nicht versperrt.

Aus Tierschutz-, Naturschutz- und wirtschaftlichen Gründen ist das generelle wilddichte Einzäunen von Weideflächen für Pferde in Wolfsgebieten nicht umsetzbar. Es gilt, die Entwicklung intelligenter, wolfsabweisender Maßnahmen voranzutreiben und Forschungen zum digitalen Herdenschutz einzufordern.

Die Rückkehr zur Stallhaltung von Pferden lehnen wir strikt ab. Als Pferdehalter leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Flächenpflege im Sinne des Naturschutzes. Die naturnahe Haltung von Pferden mit möglichst ganzjähriger Haltung unter freiem Himmel auf vegetationsreichen Flächen mit Hecken, Büschen und Bäumen und Unterständen, die die Pferde bei Bedarf aufsuchen, ist gelebter Tier- und Naturschutz, dessen Entwicklung und Akzeptanz jahrzehntelanges Umdenken benötigt hat. Diese optimale Weidetierhaltung darf nicht durch einseitige und nicht zu Ende gedachte Schutzvorschläge gefährdet werden. Der Schutz der Weidetierhaltung muss Kernanliegen des Naturschutzes sein und darf nicht dem "Wolfsschutz" untergeordnet oder gar geopfert werden.

In IPZV-Präsidium kümmert sich schwerpunktmäßig die Ressortleiterin Zucht, Maria Siepe-Gunkel, um das Thema Wolf.

Sie steht IPZV-Mitgliedern gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

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