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Kategorie "Mein Turnierpferd" - Frá frá Sólvangi (Platz 2 für Christine Bartsch)

25.06.18
von Bärbel Eckert

Mal zeigen was man drauf hat, gegen andere Reiter und Pferde in verschiedenen Prüfungen antreten, Spaß haben und bestenfalls eine Schleife oder einen Pokal mit nach Hause bringen, darum geht es beim Turniere reiten. Wer mit seinem Pferd an Turnieren teilnimmt weiß, wie viel Arbeit und Schweiß man investiert. Man bereitet sich und seinen Vierbeiner im regelmäßigen Training darauf vor, in der fünfminütigen Prüfung sein bestes zu zeigen.

Ich nehme seit ich zwölf Jahre alt bin an Turnieren teil. Seit zwei Jahren mit meinem eigenen Turnierpferd. Meine mausfalbene Stute Frá frá Sólvangi ist 8 Jahre und in Island gezogen. Im Ferbruar 2016 wurde sie von meiner Freundin nach Deutschland importiert. Eine Woche, nach ihrer Ankunft ritt ich die hübsche, große Stute zum ersten Mal und verliebte mich sofort! Dieses Pferd wollte ich trainieren, arbeiten und auf Turnieren vorstellen. Kurze Zeit später wurde Frá mein Eigen.

Bevor ich auf einem Turnier starte, stecke ich mir Ziele und überlege mir in welchen Prüfungen ich starten will. Da ich Frá noch nicht lange trainiere, nenne ich leichte Prüfungen, wie T7 und V5. Meine Stute ist fünfgängig veranlagt, deswegen trainiere ich mit ihr, dass alle Gangarten abrufbar sind und taktklar. Ich trainiere Frá selber im Gelände, auf dem Platz oder der Ovalbahn. Auch abwechslungsreiches Training finde ich wichtig. Ich longiere mein Pferd, reite oder arbeite es vom Boden aus. Ausritte nutze ich dafür, meine Stute entspannen zu lassen. Um besser zu werden und mir neue Ideen für das Training zu holen, nehme ich Unterricht bei meinem Reitlehrer und nehme beim Bundesjugendtraining des IPZV teil.

Dann ist es soweit – der Hänger wird gepackt und die Beine von Frá in Gamaschen gepackt. Auf dem Turnier wird zuerst der Paddock für meinen Vierbeiner aufgebaut, danach gebe ich an der Nennstelle Bescheid, dass meine Stute und ich da sind und bestätige meine genannten Prüfungen. Morgen um 8 starten wir in der V5 – die Spannung steigt. Vor der Prüfung putze ich Frá bis sie glänzt. Mein Pferd ist total entspannt und ich werde aufgeregt. Ich trense Frà mit ihrem Hrimnir Strassstein Stirnriemen, den ich extra für die Turniere gekauft habe. Dann geht es auf den Abreitplatz, um uns für die Prüfung warm zu machen. Ich reite mein Turnierpferd ab, wie daheim geübt. Frá macht fleißig mit, wie ich es von ihr gewohnt bin! Wir werden aufgerufen: "Christiane Bartsch auf Frá frá Sólvangi mit dem roten Band!". Ich blende die Welt um mich herum aus und konzentriere mich nur noch auf mein Pferd. Frá gibt wie immer ihr bestes und folgt aufmerksam meinen Hilfen. Nacheinander stellen wir Tölt, Trab, Schritt und Gallopp vor. Mit "Das war eure Prüfung!" verabschiedet uns der Sprecher von der Bahn. Die Anspannung fällt von meinen Schultern und ich bin einfach nur stolz auf mein tolles Pferd, dass so brav mitgemacht hat!

Leider hat es bis jetzt noch nicht für einen Pokal gereicht, aber bei jedem Turnier bekommen wir bessere Noten. Und ich finde, darum geht es! Fleißig mit seinem Turnierpferd zu trainieren und immer besser zu werden. Ich bin Frá total dankbar, dafür wie sehr sie sich in den Prüfungen bemüht, obwohl so ein Turnier sehr stressig für sie ist (ungewohnte Bahn, laute Kulisse, etc.). Ich könnte mir keine bessere Partnerin für die Turniere vorstellen und werde immer weiter daran arbeiten besser mit ihr zu werden. Ich freue mich, auf noch viele weitere Turniere mit ihr und auch euch und eure Turnierpferde zusehen und kennen zu lernen!

Christiane Bartsch

Dinkelsbühl, 21 Jahre

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