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Kategorie "Mein besonderes Pferd" - Topar (Katharina Hermanns)

25.06.18
von Bärbel Eckert

Katja Kleer, die Hofbesitzerin des Islandpferdehofes Kleer, nahm meine Mama und mich eines Tages, als wir ihr erzählt hatten, dass wir hier auf dem Hof und beim Reiten unsere Zukunft sehen, an die Hand und ging mit uns in den Paddock: „Ich muss euch mal jemanden zeigen“, sagte sie und zeigte uns einen jungen fünfjährigen Wallach, mit ganz viel Naturtölt, einen Rotfuchs mit heller, dichter Mähne und wenn man den Schopf zur Seite streicht, blinkt auf seiner Stirn ein großer, weißer Stern. Katja sagte: „Er ist das richtige Pferd, nur noch nicht ganz der richtige Zeitpunkt. Aber mit unserer Hilfe schafft ihr das.“ Topar wäre nämlich sonst beim nächsten Turnier verkauft worden.

Ich hatte mich natürlich in Topar verliebt und im August 2015 kauften wir ihn.

Am Anfang hatten wir viel Arbeit mit ihm- am Putzplatz still zu stehen war nicht selbstverständlich. Ein halbes Jahr war er jetzt angeritten- alles ganz schön schwierig, denn Mama und ich waren unerfahrene Reiter und ich war erst 11 Jahre alt.

Einmal bin ich ihn auf der Bahn geritten, zwei andere Reiter verließen die Bahn und ich wollte zum Schluss des Trainings galoppieren- ich galoppierte an und er wurde immer schneller und schneller. Ich konnte ihn nicht mehr bremsen und verlor die Steigbügel. Er schlug einen Haken, ich rutschte von seinem Rücken und er raste durch die Holzschranke. Diese zersplitterte an seiner Brust und er galoppierte mit wehenden Steigbügeln zum Wallach-Paddock.

Er wollte nicht alleine auf der Ovalbahn bleiben und den anderen Pferden, (die zuvor die Bahn verlassen hatten) hinterher.

Ziemlich schnell kristallisierte sich heraus, dass ich der passende Mensch für Topar bin – und Mama zog sich zurück.

Wir nahmen viele Reitstunden und er wurde zweimal wöchentlich beritten- es klappte immer besser.

Schon im Herbst unternahmen wir in Begleitung von Mama und Pepper, unserem Hund, die ersten Streifzüge durch den nahen gelegenen Wald. Als der erste Schnee fiel, gingen wir zum ersten Mal alleine raus. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Tölten, düsten wir dann, ein Jahr später im Tölt durch den Schnee. Schon bald lernte ich die Vorzüge eines Naturtölters zu schätzen.

In den Sommerferien 2017 begann ich mit meiner Achtklassarbeit. Ich entschied mich für das Thema: „Freies Reiten“. Mit meiner Mentorin Lisa- Marie Schwarz erarbeitete ich mir Stück für Stück das Reiten ohne Sattel und Trense mit dem Ziel, frei über eine Wiese zu galoppieren. Ein „Meilenstein“ in unserer Beziehung.

In die „Turnierszene“ möchte ich gerne auch einmal reinschnuppern. Aber ich möchte einen Turnierstart als Erfolg meiner täglichen Arbeit mit Topar sehen und mir und Topar Zeit lassen, damit kein Druck in unserem Training aufkommt.

Wir haben ja beide noch ein ganzes Leben vor uns!

Für mich ist Topar ein ganz besonderes Pferd und es hat mir Spaß gemacht, diesen Artikel zu schreiben.

Katharina Hermanns

Klausen, 13 Jahre

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