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Fortbildung Biomechanik

23.01.12
von IPZV e.V.
Pferd mit Skelettbemalung im Freilauf

Biomechanik war das Thema bei der IPZV-Trainerfortbildung in Marxen, zu der Ausbilderin Suzan Beuk zehn Teilnehmer begrüßen konnte.

Am Samstag stand zunächst die Erarbeitung theoretischer Grundlagen an: Suzan Beuk wiederholte die Funktionen und Strukturen im Bewegungsapparat des Pferdes: Skelett, Muskeln und Sehnen standen dabei naturgemäß im Mittelpunkt. Anschließend ging es um das Zusammenspiel dieser Elemente in der Bewegung ohne und mit Reiter.

Praxisdemonstration am WM-Pferd
Für die praktische Demonstration des Stoffes standen mehrere Pferde mit fachgerechter Bemalung bereit, anhand der sich die Teilnehmer die Knochen- und Gelenkstruktur in allen Bewegungssituationen vor Augen führen konnten. Nach dem Studium von Pferden im Stand und Freilauf stand dann die Demonstration unter dem Sattel auf dem Programm: Johanna Beuk hatte ihr WM-Pferd Merkur von Birkenlund - ebenfalls in voller Skelettbemalung - gesattelt und zeigte vor allem Töltarbeit. Dabei erläuterte Suzan die verschiedenen Schritte und Möglichkeiten, um bei Pferden mit unterschiedlichen Gebäudevoraussetzungen jeweils passend Gleichgewicht und Form zu finden und dabei die Beweglichkeit im Genick zu erhalten bzw. zu fördern: So stellte sich das Wunschergebnis eines locker durch den Körper töltenden Pferdes schnell ein.

Dieser Fortbildungsteil war auch deswegen besonders interessant, weil es nur relativ wenig Material über Biomechanik im Tölt gibt. Natürlich gelten die Gesetzmäßigkeiten des Bewegungsapparates für alle Pferde und Gangarten gleich, aber praktisches Material zu den Spezialgangarten Tölt und Rennpass findet sich bisher nur in sehr begrenztem Umfang, wie Suzan Beuk erklärt.

Zurück im Theorieraum wurden die Kenntnisse mit tierärztlicher Hilfe noch weiter vertieft, wobei es schwerpunktmäßig um die Tätigkeit des Zungenbeins beim Reiten und die Auswirkungen auf die Muskulatur des Pferdes ging.

Tag 2: Biomechanik im eigenen Unterricht
Am Sonntag sah das Fortbildungsprogramm viel praktische Arbeit für die Teilnehmer vor: Zunächst galt es eine ganze Reihe Pferde verschiedener Alters- und Ausbildungsstufen mit und ohne Reiter hinsichtlich ihrer biomechanischen Besonderheiten zu beurteilen. Danach taten die Trainer das, was sie tun sollen: Unterrichten, natürlich unter Anwendung des frisch Gelernten auf die einzelnen Pferde.

Speziell für diesen Teil hatte Suzan Beuk für ihre Schützlinge anschließend viel Lob parat: "Alle haben die wesentlichen Punkte, die bei den einzelnen Pferden wichtig sind, schnell erkannt und gut in ihren Unterricht eingebaut."

Nicht zuletzt wegen der rasch erzielten Ergebnisse und Verbesserungen im Unterricht spricht sich die Ausbilderin dafür aus, mehr Inhalte aus der Biomechanik in die Trainerausbildung des IPZV zu integrieren.

 

Fotos: Jutta Schlüter

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