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Wanderreitparadies Dahme – Spree – Seenland

25.07.18
von IPZV e.V.

Vor 1,5 Jahren bin ich mit meinen Pferden von Berlin in das östliche Brandenburg gezogen.

Ich hatte zuvor schon mit meinen Pferden viele Wochenenden in Birkholz verbracht und das Jungpferd meiner Tochter wurde hier geboren und verbringt eine wunderschöne Zeit des Aufwachsens.

Nach und nach habe ich meine Entdeckungsreisen in das Gelände ausgeweitet, einige Male auch unfreiwillig – da ist ja auch noch ein toller Weg -. Meine Pferde mögen diese langen Ritte und in Gemeinschaft anderer Reiter macht es noch mehr Spaß.

Daher habe ich mir für 2018 vorgenommen, regelmäßig Wanderritte zu organisieren und ich war über die positive Resonanz schon zu Jahres- und Saisonbeginn sehr erstaunt.

Hier möchte ich einige die bisherigen WRC Ritte 2018 vorstellen:

Ritt zum Neuendorfer See am 10. Februar 2018 (22 Kilometer)

Der Tagesritt führte uns von Gut Birkholz über Wald – und Wiesenweg durch den Neuendorfer Wald zur Spitze des Neuendorfer Sees.

Ich dachte ich hätte, wie schon so oft, einen noch schöneren Weg als bei meinen Proberitten gefunden. Der Weg endete jedoch auf einem Campingplatz, der auf Grund der Jahreszeit geschlossen war. Wir entdeckten eine kleine Furt in einem trocknen Bachlauf und konnten uns so den Weg zurück sparen. Mit Großpferden hätten wir diesen Schleichweg nicht einschlagen können.

In der Gemarkung Koplin begrüßte uns auf dem dortigen Pferdehof eine aufgelassene Gemischtpferderassen Herde und siehe da, auch hier hatte sich ein Isländer unter den Großpferden versteckt.

Von dort aus sind wir entlang des Neuendorfer Sees nach Neuendorf geritten. Die letzten Meter bis zu unserem Rastplatz sind wir gelaufen, da die Füße witterungsbedingt schon recht kalt wurden. Direkt am See haben wir ein Packtaschen Picknick gemacht und uns mit Tee aufgewärmt. Die Pferde konnten etwas „Wiese naschen“ und so haben wir alle zufrieden den Heimweg angetreten.

Mila – See über Laie Lange Luch am 24.02.2018 (24 Kilometer)

Wanderritte im Winter ist nicht für jeden Reiter geeignet, trotz der niedrigen Temperaturen sind wir zu viert zu unserem 2. Wanderritt des Jahres aufgebrochen -Hand- und Fußwärmern sei Dank-.

Im Dahme-Spree-Seenland wurden nach und nach immer mehr Luch-Gebiete renaturiert und im Winter geht von diesen Orten eine fast schon mystische Atmosphäre aus.

Auf unserem Ritt haben wir zwei dieser Luche durchritten, die mittig in Waldabschnitten liegen. Während unserer Tee Pause blickten wir auf unsere zufriedenen Islandpferde, die zwischen den vertrockneten Gräsern sogar auf etwas „Grün“ gestoßen sind.

 

Ritt zum Neuendorfer See am 17. März 2018 (22 Kilometer)

Leider konnten einige angemeldeten Reiter nicht mitkommen, da es durch die Wetterbedingungen diverse Unfälle auf den Straßen mit Totalsperrungen gab.

Was wir Weihnachten nicht hatten bescherte uns am Morgen unseres Rittes eine weiße Überraschung, – Schnee -! Zum Glück hatte es nur leicht geschneit und auch die Pferde ohne Winterbeschlag konnten mitkommen. Diesmal war es auch Reitschülern von Gut Birkholz möglich an dem Ritt teilzunehmen.

Immer schön auf den Untergrund achtend bemerkte ich auf unserem schönen breiten Weg durch den Wald frischen Spuren im Schnee, da war wohl ein Wolf in die selbe Richtung unterwegs wie wir. Nach kurzer Zeit gesellte sich noch eine zweite Spur dazu, Wölfe wollten wir doch erst bei unserem Ritt in vier Wochen beobachten. Unsere angeregte Unterhaltung über das Pro und Contra der neuen großen Wolfspopulation in Brandenburg wird diese wohl genervt haben, kurz vor Neuendorf verliefen sich die Spuren im dichteren Gehölz.

Am See wurden wir schon mit Tee, Kaffee, Glühwein und Snacks erwartet, vielen Dank für den durch die Reitschule organisierten Service. Aufgewärmt und guter Stimmung haben verlief der Rückweg wie im Flug.

 

Lesefährten Waldweisen Ritt am Ostersonntag, 01.April 2018 (23 Kilometer)

Ich habe bei einem meiner Erkundungsritte an einem Baum ein Federsymbol gesehen und dann den Hintergrund recherchiert.

Waldweisen ist eine Fährte, ein Waldleseweg, ein Kunst- und Kulturprojekt in den Wäldern der Oberförsterei Hammer.

Der Rundweg startet in Märkisch Buchholz und führt entlang des Flusses Dahme zur Hermsdorfer Mühle. Hier führt der Weg über eine Schleuse mit breiter Holzbrücke auf der anderen Seite zurück nach Märkisch Buchholz.

Die Wetterprognose für diesen Tag war alles andere als vielversprechend. Regen – Schnee- und Graupelschauer bei Temperaturen um die Null Grad. Leider hat dieser Vorschau einige potentielle Mitreiter abgeschreckt, die mutigen Wanderreiter wurden jedoch mit einem großartigen Ritt belohnt. Der gut durch die Federn ausgewiesene Weg schlängelt sich entlang der Dahme. In regelmäßige Abständen befinden sich am Wegesrand Tafeln mit Gedichten und Weisen von bekannten und uns bis dahin unbekannte Dichtern und Philosophen, wir haben nicht alle 50 Tafeln gelesen……

Nach etwa der Hälfte der Strecke erreichten wird die Försterei Hammer, wo wir schon von unserem Verpflegungsservice (vielen Dank Marita!) mit warmen Getränken erwartet wurden. Dem Wetterbericht zum Trotz blieb es trocken und wir wurden mit einem wunderschönen und lehrreichen Ritt belohnt.

 

„Auf den Spuren des Wolfes“ am 21. April 2018 (21 Kilometer)

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir mit kleiner Besetzung zu unserem nächsten Abenteuer aufgebrochen. Bei einem Erkundungsritt bin ich einige Wochen zuvor im Laie Lange Luch auf einen Wolf getroffen. Nach dem ersten Schreck habe ich, bis er mich bemerkte und friedlich von dannen lief, gespannt das Tier beobachtet, was den Bauern der Region große Sorgen bereitet.

Heute konnten wir im Luch keine Wölfe beobachten und so nur von einer Schar Wildvögel begleitet ein schönes Picknick bei schon fast zu warmen Wetter im Wolfsrevier genießen.

 

6 – Seen-Tagesritt am 20.05.2018 (27 Kilometer)

Von Wendisch Rietz (Scharmützelsee) entlang des Kleinen – und Großen Glubigsees Richtung Springsee, dort längs des Spring -, Wotzen- und Milasees nach Birkholz.

Eisen verloren, Pferd nicht trainiert, Auto kaputt, trotz guter Planung und viel Mühe bei der Vorbereitung erscheinen zum Abfahrtzeitpunkt leider nicht immer alle angemeldeten Reiter.

Wir haben uns nicht abhalten lassen und dank des Fahrdienstes unseren Ritt in Wendisch Rietz am Scharmützel See starten können. Dies war der erste Wanderritt, den ich zuvor nicht in groben Zügen abgeritten bin, zum Glück befanden sich schon am Parkplatz die ersten Hinweisschilder.

Die Seen reihen sich in dieser Region wie Perlen an eine Kette, einer schöner als der andere und die meisten gehen ineinander über. Entlang des Glubigsees führt ein Plattenweg mit einem mittig gut zu bereitenden Grünstreifen, die Landschaft ist wunderschön. Rechtsseitig wird diese Seenlandschaft durch ein gesperrtes Bundeswehrübungsgelände begrenzt.

Am Beginn des Springsees habe ich mich wieder von einem „ach dieser Weg sieht auch schön aus“ verleiten lassen von dem ursprünglichen Weg Abstand zu nehmen. So sind wir rechts um den See geritten. Ein schmaler Sandweg, rechts steil hoch, links tief zum See abgehend, verwunschen und herrlich! Leider wird dieser Weg nicht geräumt, die ersten beiden nicht zu überreitenden Baumstämme konnten wir durch leichtere Kletteraktionen noch lächelnd umreiten (wir haben dafür die Sperrzone betreten müssen), die letzten drei Stämme waren für uns und unsere Pferde eine Herausforderung. Es ging nicht nur für uns Flachländler steil hoch, uneben quer und sehr steil runter, wir waren triefend nass geschwitzt aber sehr stolz auf unsere Pferde und uns als wir diese Hindernisse bewältigt hatten.

Daher ist dieser Weg in keinem Fall per Pferd empfehlenswert, bei nächsten Mal reiten wir links den ausgewiesenen Weg um den See!

Am Ende des Springsees liegt ein Naturcampingplatz mit einer sehr netten Gaststätte. Die Betreiber wollten gleich für unsere Pferde ein Lager bauen, nach einem Kaffee sind wir aber weitergeritten. Nach weiteren nicht so spektakulären Seepassagen haben wir noch eine Rast in einem beliebten Wald Café gemacht. Die dortigen Eintöpfe sind schmackhaft, jetzt kann ich aber mitteilen, dass es nicht ratsam ist mit Linsensuppe im Bauch weitere 10 Kilometer zu reiten (Schritt war okay!).

Ein schönes Erlebnis, welches wir diesen Sommer noch einmal wiederholen werden!

Vorankündigungen:

Im Oktober plane ich ein Wanderreitwochenende im Ruppiner Land und einen 3- Tagesritt durch den Spreewald.

Für Informationen und Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Dagmar mit Hrafntinna von Faxabol und Skalm vom Eichenhof

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