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Trauerfeier für einen einzigartigen Reitsportler

10.08.18
von DIP-Redaktion

Einer der ganz großen Reitsportler ist am 9. Juli im Alter von 91 Jahren gestorben: Hans Günter Winkler, schon zu Lebzeiten eine Reitlegende und von großer Bedeutung für die gesamte Reiterwelt. Am 24. Juli fand in seiner Heimatstadt Warendorf eine bewegende Trauerfeier statt, zu der mehr als tausend Gäste kamen. Der Sarg wurde auf einer offenen Kutsche vom Anwesen Winklers zur nahe gelegenen Sportschule der Bundeswehr gefahren, eskortiert von einem Fanfarenzug und vielen jungen Standartenträgern. Direkt hinter dem Sarg ritt der Vielseitigkeitsreiter Andreas Ostholt, einer von Winklers erfolgreichsten Schülern. Er führte ein Handpferd, an dessen Sattel die Springstiefel von HGW befestigt waren.

Die Straßen waren gesäumt von Bürgern und Bürgerinnen aus Warendorf, um dem Mann, der so unendlich viel für diese Stadt getan hat, die letzte Ehre zu erweisen. Im Stadion hatte sich die Spitze des deutschen Reitsports versammelt und natürlich auch viele Mit(st)reiter aus Winklers aktiver Wettkampfzeit. Vor 70 Jahren hatte in dieser Stadt seine Laufbahn begonnen, hier hat er seine berühmte Stute Halla getroffen. Bis 1988 war er aktiv und mit dem Gewinn von fünf Gold- sowie je einer Silber- und Bronzemedaille ist er der erfolgreichste Springreiter der Olympischen Spiele. Nicht zu vergessen seine 600 (!) Siege in schweren Springen! Winkler wurde zweimal zum Sportler des Jahres gewählt, ebenfalls zweimal sogar zum Sportler des Jahrzehnts. „Mit Hans Günter Winkler verlieren wir einen Jahrhundertsportler. Aber er wird als Sportlegende Vorbild für viele junge Leute sein“, so Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in seiner Trauerrede.

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